Bezirksvorstandssitzung 05.10.2021

Simone Fleischmann zu Gast im Bezirksvorstand

„Das Kartenhaus steht – aber wie lange noch?“ – diese Frage stand im Zentrum der Pressekonferenz des BLLV Anfang Oktober. Nur einen Tag später stand BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann im Bezirksvorstand der Oberpfalz Rede und Antwort.

„Das Kartenhaus steht – aber wie lange noch?“ – diese Frage stand im Zentrum der Pressekonferenz des BLLV Anfang Oktober. Nur einen Tag später stand BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann im Bezirksvorstand der Oberpfalz Rede und Antwort. Dabei standen nicht nur die Themen der Landesklausur und das Amberger Seminar im Vordergrund der Diskussion, sondern auch und insbesondere die Situation an den Oberpfälzer Schulen. Zunächst zeichnete Fleischmann das Bild der Familie der Hauptamtlichen im BLLV nach. Im Rahmen der Landesvorstandsklausur kam es zu Begegnungen von der Versandstelle des BLLV über die Mitarbeiter der Rechtsabteilung bis hin zu den Jungen im Land – auch für die Oberpfälzer Vertreter ein wichtiger und direkter Draht zur Landesgeschäftsstelle. Auch das Amberger Seminar stand auf der Agenda des Gesprächs. Auch hier sicherte Fleischmann die volle Unterstützung des Landes zu und blickte gemeinsam mit dem Bezirksvorstand auf das Programm der anstehenden größten Fortbildungsveranstaltung der Oberpfalz. Zentrum der Diskussion war jedoch die Lage an den Oberpfälzer Schulen. Besonderes Augenmerk lag hierbei auf den Themen Personalplanung und Bildungsqualität – gerade auch für die Zukunft. Während das Kultusministerium laut Fleischmann oftmals einen Überblick über die Situation aller Schulen im Land hat, steht für den BLLV jedoch nicht nur der Durchschnitt, sondern auch und gerade die Einzelschicksale von uns Lehrkräften im Fokus. Dazu gehören neben der bröckelnden Personaldecke im Allgemeinen auch die Versorgung der Schulen mit diversen Personal, welches eben zu weiten Teilen auch aus nicht ausgebildeten Lehrerinnen und Lehrern besteht. Statt einer immer engeren Personalplanung, statt Not an der Front bräuchte es stattdessen viel mehr individuelle Förderung und Sorge um das psychische Wohl der uns anvertrauten Kinder – Sorge um die Bildungsgerechtigkeit. Auch aus der Oberpfalz berichteten die Mitglieder des Bezirksvorstands von der aktuellen Lage an den Schulen – das Fazit fiel kurz und klar aus: „Das Kartenhaus bröckelt. Unsere Kräfte auch. Jetzt muss die Politik handeln!“, so resümierte die BLLV-Präsidentin Fleischmann.

Von Sebastian Bäumler