Oberpfälzer Lehrer tagen in Neumarkt BLLV wählt neue Vorstandschaft

 Am Freitag und Samstag fand im Hotel Park Inn in Neumarkt die Bezirksdelegiertenversammlung des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV) Oberpfalz statt. Ursula Schroll, die Vorsitzende des BLLV Oberpfalz begrüßte am Freitagmorgen 130 Delegierte aus der ganzen Oberpfalz. In ihrem letzten Tätigkeitsbericht sprach sie wichtige Themen des Bezirksverbandes an und erntete minutenlangen Applaus. Die Oberpfälzer Lehrer forderte Schroll auf, sich weiterhin auf die Kernaufgaben des Lehrens zu konzentrieren und die Beziehung zu den Schülern in den Mittelpunkt zu stellen. Dies sei gerade in der heutigen Zeit wichtig. Weiter sprach sie den akuten Lehrermangel und die wichtigsten Probleme an, die sich hieraus an den Oberpfälzer Schulen ergeben. Am Nachmittag wurde Katja Meidenbauer aus Vohenstrauß zur neuen Bezirksvorsitzenden gewählt. Ihre Stellvertreter sind Manuel Sennert aus Pirk bei Weiden und Maria Karg-Pirzer aus Schwandorf. Neuer Schatzmeister des Lehrerverbandes wurde Alwin Ferstl. Elisabeth Graßler bleibt Geschäftsführerin. Die Abteilung Berufswissenschaft leitet nun Kerstin Menzl, die Verantwortung für die Abteilung Schul- und Bildungspolitik übernimmt Maria Pfeiffer, Leiterin der Abteilung Dienstrecht- und Besoldung wurde Astrid Scheels und Udo Behn bleibt Leiter der Abteilung Recht. Als Pressereferentin wurde Tanja Fahrnholz gewählt, Schriftführer ist weiterhin Rudi Faltermeier und die Tätigkeit als Schriftleiter der Verbandszeitschrift „Oberpfälzer Schule“ übernimmt in bewährter Weise Anton Schlicksbier. Beisitzer wurden Manfred Seidl, Albert Semmler, Brigitte Eisenhut und Wolfgang Prasse. Nach den Wahlen behandelten die Delegierten den Leitantrag „Mehr Zeit für Bildung. Den Wandel gestalten.“ und 112 eingereichte Einzelanträge. Die Bezirksdelegiertenversammlung des BLLV Oberpfalz forderte dabei eine zeitgemäße Bildung für alle Kinder. Wichtige Themen hierbei seien die Umsetzung eines modernen Leistungsbegriffes mit weniger Druck und mehr Zeit für ein längeres gemeinsames Lernen. Werteerziehung und Demokratiepädagogik stünden genauso im Mittelpunkt wie die Umwelterziehung, die als zentraler Themenkomplex einen gewichtigen Stellenwert in der Schule einnehmen sollte. Die Digitalisierung könne nach Ansicht des BLLV Oberpfalz nur Hilfsmittel und Werkzeug sein, es müsse weiterhin die Persönlichkeit der Lehrkraft und die Beziehung zu den Schülerinnen und Schülern im Vordergrund stehen. Der BLLV fordert hier unter anderem eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen im Lehrerberuf. Für ausreichende personelle Ausstattung, Reduzierung des Pflichtstundenmaßes und eine Ausweitung des Stundenpools für besondere Aufgaben müsse gesorgt werden.