Oberpfälzer Junglehrer massiv benachteiligt

                BLLV-Oberpfalz protestiert gegen ungerechtes Einstellungsverfahren

OBERPFALZ. Oberpfälzer Junglehrer werden beim diesjährigen Einstellungsverfahren krass benachteiligt. Ursula Schroll, Bezirksvorsitzende des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV), wendet sich in aller Schärfe gegen das diesjährige Einstellungsverfahren, das die Oberpfälzer Junglehrer massiv benachteiligt. Von allen zur Verfügung stehenden Lehrkräften, die nach der zwei-ten Lehramtsprüfung oder der vollendeten Zweitqualifizierungsmaßnahme neu eingestellt werden, müssen aus der Oberpfalz nicht nur alle ledigen Junglehrer, sondern auch alle Verheirateten ohne Kinder ihren Dienst in Oberbayern antreten. Ca. achtzig Prozent der Oberpfälzer müssen demnach nach Oberbayern. In anderen Regierungsbezirken dagegen dürfen z.T. alle Verheirateten im Heimat-bezirk verbleiben. „Bei allem Verständnis für die Notwendigkeit des Lehreraus-gleichs ist diese offensichtliche Ungerechtigkeit nicht hinnehmbar!“, so Schroll. Laut Landtagsbeschluss ist der soziale Status für den Einstellungsbezirk ent-scheidend. „Es kann nicht sein, dass hier mit zweierlei Maß gemessen wird und der soziale Status in unterschiedlichen Regierungsbezirken unterschiedlich zählt.“, stellt die Bezirksvorsitzende fest. Sie fordert, die Einstellung der Junglehrer zum Schuljahr 2018/19 bayernweit in allen Regierungsbezirken nach gerechten Bedingungen umgehend zu korrigieren, den Landtagsbeschluss zu überdenken und für die Zukunft ein tragfähiges Konzept zu entwickeln, bei dem neben dem sozialen Status auch das Leistungsprinzip angemessene Berücksichtigung findet.