Rückblick auf die Mitgliederversammlung des KV Regensburg-Land am 5.10.2020!

100% weiter so!

Astrid Schels wird mit ihrem Team einstimmig in die Verantwortung geschickt

 

Lappersdorf. Die Mitgliederversammlung des BLLV-Kreisverbands Regensburg-Land, die im Oktober zwar unter strengen Hygieneauflagen, aber eben doch im Aurelium in Lappesdorf stattfinden konnte, bestätigte die Vorsitzende Astrid Schels mit 100% der Stimmen im Amt. Auch die übrigen Mandatsträger wurden einstimmig in ihr Amt gewählt.

 

Rückblick der Kreisvorsitzenden

Unter dem goldenen Dach des Aurelium begrüßte Schels die interessierten Mitglieder, ihr Vorstandsteam und den Ehrengast und Referenten Hans Rottbauer, Abteilungsleiter Dienstrecht und Besoldung im BLLV. Nach einem Rückblick über die Veranstaltungen und Aktivitäten des Kreisverbandes, einem Einblick in die aktuellen Schwerpunkte des Bezirksverbandes legte sie die Zahlen einer erfreulichen Mitgliederentwicklung vor. Im Oktober zählte der Kreisverband 636 Mitglieder, das entspricht einem Plus von 13% seit ihrem Amtsantritt 2015. Für diesen Erfolg machte sie die Arbeit des BLLV insgesamt, aber auch die Verlässlichkeit und Präsenz der vielen Ehrenamtlichen vor Ort im Kreisverband und in den Einzelschulen fest. Für diesen Einsatz bedankte sie sich bei allen Anwesenden sehr herzlich.

  

Neuwahl mit 100% Zustimmung

Bei der anschließenden Neuwahl wurde die Zufriedenheit der Mitglieder mit der Arbeit des Kreisverbandes ebenfalls deutlich. Alle vorgeschlagenen Kandidaten wurden einstimmig mit ihren Aufgaben in die Verantwortung geschickt.

Mit einem herzlichen Vergelt´s Gott verabschiedete Schels die langjährigen Mitstreiterinnen Annelene Seidl und Angela Pohlenk aus der Kreisvorstandschaft. Auch der 2. Vorsitzende Siegfried Hümmer und die Schatzmeisterin, Gabriele Meilhammer, gaben ihre Mandate zurück, arbeiten aber an anderer Stelle weiter im KV mit.

Astrid Schels dankte allen, die sich für ein Ehrenamt im BLLV zur Verfügung stellten und freute sich, trotz der vielen Herausforderungen, auf die Zusammenarbeit und den Einsatz für die Kolleginnen und Kollegen an den Schulen.

 

Die Schule kämpft mit zwei großen Krisen

Der Abteilungsleiter Dienstrecht und Besoldung, Hans Rottbauer, stellte der Mitgliederversammlung die Arbeitsschwerpunkte des BLLV Landesverbands vor. Im Zentrum stünden hier zwei große Krisen. Natürlich stellt auch die Pandemie die Schule und die Lehrkräfte vor große Herausforderungen. Doch anders als so manche Politiker in den Medien unterstrich Rottbauer, dass die Lehrkräfte vor Ort seien. Trotz mangelnder Schutzmaßnahmen des Dienstherrn, trotz Einstufung in die sogenannte Risikogruppe leiteten viele ihre Klassen, verzichteten auf ärztliche Befreiung und hielten so einen Notbetrieb an unseren Schulen aufrecht. Noch vor der erwartbaren Grippewelle sei das aber schon mehr als schwierig, da nur Pflichtprogramm vorgesehen ist, mobile Reserve so gut wie nicht vorhanden und im Dauereinsatz verplant ist und die Belastung für alle an der Grenze ist. Und so stellte Rottbauer nicht die Pandemie als größte Krise der Schule dar – vielmehr sei der Lehrermangel mit all seinen Konsequenzen die Herausforderung Nummer eins für die Schulen vor Ort und damit des BLLV und damit eigentlich auch unseres Dienstherrn. Dass dieser aber in der Öffentlichkeit seine Freude über den geglückten und erfolgreichen Start in den Regelunterricht ausdrückt und so von den Problemen und Herausforderungen ablenken will, ist nach Rottbauer sehr bedauerlich. Vielmehr wünscht sich der BLLV einen Dienstherrn, der Missstände aufdeckt und an der Beseitigung derselben aktiv mitwirkt. Und da gäbe es viel zu tun. Hauptaugenmerk müsste auf die Attraktivität des Lehramts an Grund-, Mittel- und Förderschulen gelegt werden. Denn nicht nur die Studienanfänger interessieren sich für Verdienstmöglichkeiten und Unterschiede bei den einzelnen Lehrämtern. Vor allem die Zweitqualifikanten aus anderen Schularten, die die letzten Jahre die Unterrichtsversorgung erst ermöglichten, werden bald, wenn es auch an Realschulen und Gymnasien wieder großen Bedarf geben wird, vor der Entscheidung stehen, ob sie in der eingesetzten Schulart bleiben wollen, oder doch wieder zurückwechseln, in das Lehramt, bei dem sie sofort mit A13 eingestuft werden. Hier muss sehr bald etwas passieren, sonst könne man die Klassen an Grund- und vor allem Mittelschulen nicht mehr besetzen.

 

Ehrliche Politik des BLLV

Rottbauer betonte, dass die Vertreter des BLLV, allen voran natürlich die Präsidentin, Simone Fleischmann, in unzähligen Gesprächen und ihrer gesamten politischen Arbeit unermüdlich auf die Situation vor Ort, auf Missstände und Dringlichkeiten und auf die Forderungen von Lehrerinnen und Lehrern hinweisen. Anders als bei anderen Verbänden ist dabei nicht die Kooperation mit der bayerischen Mehrheitspartei wichtig, sondern eine ehrliche Diskussion über die Notwendigkeiten vor Ort. Während er sein Referat hier in Lappersdorf hielt, stellte die Präsidentin zeitglich am Tisch des Ministerpräsidenten Söder klar, dass die positive Darstellung der Schulsituation durch unseren Kultusminister der Realität an den Schulen nicht entspreche.

Und so muss man auch die vielen kleinen Erfolge des BLLV wahrnehmen und als Ergebnis dieser Strategie bewerten. Als Beispiele nannte er etwa die Verhinderung der Fereiennotbetreuung als Dauereinrichtung, eine Höherstufung der Verwaltungsangestellten, weitere Beförderungsmöglichkeiten, eine Verschlankung von Grundschulzeugnissen und anderes mehr. Das reicht bei Weitem nicht, um die Situation in den Schulen zu entspannen, aber Rottbauer gab das Versprechen ab, dass alle an der Spitze des BLLV für Verbesserungen kämpfen werden.

Bei den Nachfragen aus der Mitgliederversammlung notierte er sich viele Anregungen und Themen, die er mitnehme und die ihm auch weiterhelfen, die „dicken Bretter in der Schulpolitik“ zu bohren.

 

 

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