BLLV-Ausflug nach Regensburg: Zeitreise durch 200 Jahre bayerische Geschichte
Knapp 50 Mitglieder des BLLV Kreisverbands Cham unternahmen am Tag vor Buß- und Bettag einen ebenso informativen wie kurzweiligen Ausflug in das Museum „Haus der Bayerischen Geschichte“ in Regensburg. Dort wurden sie in drei Gruppen aufgeteilt. Im Mittelpunkt stand eine beeindruckende Führung durch zwei Jahrhunderte bayerischer Historie – von den frühen Königen bis zu technischen Meilensteinen, die Bayern weltweit bekannt machten.
Die Teilnehmenden erhielten einen lebendigen Überblick über die Regentschaften der bayerischen Könige Max I. Joseph, Ludwig I., Max II. und Ludwig II.. Der Mitarbeiter der Regensburger Stadtmaus, der eine der drei Gruppen lustig und humorvoll durch die Ausstellung führte, krönte eine junge Besucherin mit Krone, Mantel und Zepter, und schon war die bayerische Königin Elisabeth I. geschaffen. Besonders König Ludwig II. sorgte für großes Interesse: Neben seiner Rolle als Förderer der Künste wurde seine unerwartete Technikbegeisterung hervorgehoben, die in vielen seiner Projekte und Bauten sichtbar wurde. Ebenfalls angetan waren die Besucher von König Ludwigs Parfum aus Bergamotte, Jasmin und Veilchen, das man unterhalb seiner Büste erschnuppern konnte. Auch die bis heute ungeklärten Todesumstände des Monarchen wurden thematisiert.
Weitere Höhepunkte der Führung waren technische Innovationen aus Bayern. Die Gruppe erfuhr Wissenswertes über die erste funktionsfähige Kältemaschine von Carl von Linde, die ursprünglich zur Kühlung von Bier entwickelt wurde und als Meilenstein der modernen Kühltechnik gilt. Ebenso beeindruckte die Darstellung des ersten Eisenbahnzugs der Welt zwischen Nürnberg und Fürth, der 1835 in Betrieb ging und als Beginn des deutschen Bahnzeitalters gilt. Drei Personen aus der Runde ahmten Karl Valentins Flug zum Mond nach, indem sie verkleidet ein hölzernes Propellerflugzeug bestiegen.
Großes Staunen rief zudem die Fahrzeugausstellung hervor: Historische BMW- und Audi-Modelle vermittelten einen anschaulichen Eindruck von der Entwicklung der bayerischen Automobilindustrie. Die beiden größten Männer aus der Gruppe durften sich anschließend in ein winziges Goggomobil setzen.
Den Ausklang des vielfältigen Programms bildete eine gesellige Einkehr im Regensburger Gasthaus Papageno. Bei guter Stimmung und anregenden Gesprächen ließen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den ereignisreichen Tag gemeinsam ausklingen.
Der Ausflug wurde als sehr gut organisiert, kurzweilig und äußerst lehrreich gelobt – ein gelungener Tag, der das geschichtliche und technische Erbe Bayerns aus nächster Nähe erlebbar machte.
Text: Sabine Vogl
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