Kreisverband Cham zu Besuch in der Goldsteig Käserei
Am Nachmittag vor dem Buß- und Bettag lud der Kreisverband Cham zu einer Führung durch die Käserei Goldsteig ein. Frau Antonia Paulus, eine erfahrene Milchtechnologin, die auch für die Ausbildung der Lehrlinge zuständig ist, führte die 22 Interessierten mit großem Engagement und umfassendem Fachwissen durch die verschiedenen Bereiche des Betriebs und vermittelte interessante Einblicke in die Produktionsabläufe.
Goldsteig verarbeitet täglich 2,7 Millionen Liter Frischmilch in Cham zu Emmentaler und zum weit über die Grenzen hinaus bekannten und beliebten Mozzarella. Ein Highlight der Führung war demzufolge auch der Besuch in der Mozzarella-Produktion. Hier werden Mozzarellastangen sowie Mozzarellakugeln hergestellt. Diese Produkte werden sowohl unter dem Markennamen Goldsteig als auch als Eigenmarken für Lebensmitteldiscounter produziert. Die Präzision und Effizienz der Produktion beeindruckten die Teilnehmer sehr. Lebensmittel bei Goldsteig unterliegen einer äußerst strengen Qualitätskontrolle. Täglich werden über 1000 Proben in den hauseigenen Laboren analysiert, um die hohen Standards zu gewährleisten. Dies ist ein zentraler Bestandteil der Unternehmensphilosophie, die auf Sicherheit und Qualität setzt. Ein weiterer bemerkenswerter Aspekt ist die nachhaltige Verarbeitung der Milch. Es entstehen keinerlei Abfallprodukte – die gesamte Milch wird vollständig verwertet. Viele „Abfallprodukte“ der Käseproduktion werden in den zwei niederbayrischen Zweigwerken zu anderen Produkten wie Butter und Frischkäse verarbeitet oder weiterverkauft, um in Fremdbetrieben z.B. zu Milchpulver, Schmelzkäse, etc. weiterverarbeitet zu werden.Während der Führung konnten die Mitglieder die Produktionslinien, die Verpackungsabteilungen und die Labore besichtigen, die im Dreischichtbetrieb arbeiten. Dabei war der Zugang auf Fensterblicke beschränkt, um die Hygienestandards zu gewährleisten. Die meisten der insgesamt 700 Angestellten des Unternehmens arbeiten jedoch in der Verwaltung. Die organisatorischen und logistischen Anforderungen des Betriebs sind aufgrund der großen Produktionsmengen verständlicherweise sehr hoch.
Nach knapp zwei Stunden spannender Einblicke und vielen Fragen der interessierten Teilnehmer wurden die Kolleginnen und Kollegen mit einem Käsepaket verabschiedet.
In der Bar „934 Neundreivier“ klang der Nachmittag noch gemütlich aus.
Fotos: Lankes / Text: Lankes/Plötz