Berichte der Kreisverbände des BLLV Oberpfalz

Faszie - Die große Unbekannte in aller Munde

So war es auch bei einigen Mitgliedern des Kreisverbands Weiden, die sich im Januar im „Injoy“-Fitnessclub Weiden trafen, um einem Vortrag von Johannes Weiß, Facharzt für Orthopädie und Chirurgie in Weiden, beizuwohnen. Die – ausschließlich weiblichen ;-) – Teilnehmer erfuhren, dass Faszien als Umhüllung aller Muskeln, Nerven, Gefäße und Organe den ganzen Körper durchziehen, sie unter anderem Wasserspeicher sind, die Körperhaltung bestimmen und für die Beweglichkeit da sind. Als Feinde der Faszien nannte Herr Weiß Bewegungsmangel, Stress, einseitige Belastung / Überlastung sowie falsche Ernährung. Abschließend gab der Fachmann den Teilnehmern folgenden Satz mit auf den Weg: „Nichts heilt ohne Bewegung“. Gesagt, getan. So ging man nach dem Vortrag gleich zum aktiven Tun über. Astrid Schmitt, Fitness- und Ernährungsberaterin im Weidener Fitnessstudio „Injoy“, zeigte den Anwesenden zahlreiche Übungen für eine Faszientherapie. Zuerst wurde ohne Hilfsmittel trainiert, danach kamen abwechselnd Gummiband, Faszienrolle sowie „Ballance“-Bälle zum Einsatz. Die Teilnehmer stellten fest, dass Faszientraining – wie zuvor schon von Herrn Weiß angekündigt – wahrlich „keine Wellnessbehandlung“ ist. Trotzdem verließen nach der Trainingseinheit alle gestärkt für den Alltag sowie mit einem guten Körpergefühl und einem Lächeln auf den Lippen die Veranstaltung.

Stefanie Ram


Besinnliche Stunde im Advent


Amberg-Stadt ehrt langjährige Mitglieder

Mit Kopf. Herz. Hand. 70 Jahre im Lehrerverband.

Ursula Schroll, die Ehrenvorsitzende, brachte Ende November auf Einladung von Albert Schindlbeck, dem Ehrenmitglied, beim Kummert Bräu in Amberg ihre ganz persönlichen Anliegen zur aktuellen Situation an den Schulen vor. Anschließend zeichnete sie zahlreiche langjährige Mitglieder aus, darunter Fritz Starkmann, der 1949 unserem Lehrerverband beigetreten war. In ihrer Eröffnungsrede stellte Schroll dar, wie der BLLV mit seinen fast 65 000 Mitgliedern stets pädagogischer Meinungsführer war und ist.

Unsere Aufgabe sei es ständig auf die Situation vor Ort in der Schule hinzuweisen. Der derzeitige Lehrermangel wirke sich in den Grund- und Hauptschulen am gravierendsten aus. Vor jeder Klasse ein Lehrer sei bei weitem nicht ausreichend, denn die Qualität des Unterrichts leide hierunter. Zudem setze sich das Personal beispielsweise aus Zweitqualifizierern, Seiteneinsteigern und Studenten zusammen. Dagegen forderte Schroll dem Lehrermangel zu begegnen mit vernünftigen Arbeitsbedingungen in der Schule, einer veränderten flexibleren Lehrerbildung mit einem Sekundarstufenlehrer für alle Schularten und dem Einstiegsgehalt A13 für alle Lehrer. In der heutigen Zeit sei es wichtiger denn je mit Kopf, Herz und Hand zu unterrichten, denn es kommen Kinder und Jugendliche mit unterschiedlichsten Bedürfnissen und aus unterschiedlichsten Lebenssituationen in die Schulen. Diese forderten ständig Aufmerksamkeit, intensive Betreuung und individuelle Unterstützung und Förderung. Ursula Schroll plädierte dafür den Kindern Zeit und Muße zum Lernen zu geben. Außerdem sei es, so die Rednerin, für Lehrer äußerst wichtig seine Haltung zu zeigen und eine Meinung zu haben, denn Demokratie beginne im Klassenzimmer. „Schüler und Lehrer müssen ihre Meinung sagen dürfen!“, betonte die ehemalige Bezirksvorsitzende. Im Anschluss an ihr mit kräftigem Beifall bedachtes Statement nahm Schroll die Ehrung langjähriger Mitglieder vor. Hannelore Michalik und Uta Prechtl wurden für 25 Jahre Mitgliedschaft ausgezeichnet. Die Urkunde für 40-jährige Mitgliedschaft erhielten Albert Schindlbeck und Renate Schindlbeck, die ihn einst geworben hatte für den Verband. 45 Jahre dabei sind Frau Ulrike Keloe, Herr Kurt Schneider und Heinz Kotzbauer. Bereits fünfzig Jahre Mitglied im Lehrerverband sind Angela Tapfer, Emilie Kirschbauer und Hubert Druckseis. Für 55-jährige Mitgliedschaft erhielten Michael Lautenschlager, Paul Andermann und Udo Behn die Urkunden. Vor 70 Jahren, nämlich 1949, trat Fritz Starkmann dem BLLV bei. Damals verdiente er 130 Mark monatlich und musste neben dem Schuldienst auch einen Kirchendienst ableisten. Damals in Burkhardsrieth habe er als Dorfschullehrer sogar die Verstorbenen vom Totenbett abholen müssen. -tf-


Es brennt an den Schulen im Landkreis Neumarkt

NEUMARKT - Die Ankündigung des Bayerischen Kultusministeriums, dass die Lehrkräfte an den Grund-, Mittel- und Förderschulen künftig mehr arbeiten sollen, um den Lehrermangel auszugleichen, sorgt auch im Landkreis Neumarkt für Kritik.NEUMARKT - Die Ankündigung des Bayerischen Kultusministeriums, dass die Lehrkräfte an den Grund-, Mittel- und Förderschulen künftig mehr arbeiten sollen, um den Lehrermangel auszugleichen, sorgt auch im Landkreis Neumarkt für Kritik.

Den ausführlichen Bericht gibt es hier: LINK ZUM ARTIKEL


Viel Know-how zum Thema "Beihilfe" in Oberviechtach

Oberviechtach (amö) „Die Leistungen der Beihilfe – Neuerungen und Tipps“ war das Thema eines Vortrages beim BLLV Kreisverband Oberviechtach. Dazu konnte Ortrud Sperl den Sozialreferenten des BLLV Arthur Schriml begrüßen. Er berichtete von drei grundsätzlichen Neuerungen: Die Beihilfe wird nicht mehr in Regensburg abgerechnet, sondern in Würzburg, Krankenhausrechnungen können nach vorheriger Absprache direkt von der Beihilfestelle beglichen werden und der Mindestbetrag von 200 € wurde abgeschafft. Grundsätzlich sind folgende Aufwendungen beihilfefähig: ambulante ärztliche, zahnärztliche, kieferorthopädische und Heilpraktiker Leistungen aus Anlass einer Krankheit, begrenzte zahnärztliche Implantatversorgung, psychotherapeutische Leistungen, schriftlich verordnete Arznei- und Verbandmittel, Hilfsmittel, stationäre Krankenhausleistungen, Heilkuren und bedingt Brillen und Sehhilfen. Der Referent riet aber bei planbaren Aufwendungen und Behandlungen erst einmal Rücksprache mit der Beihilfestelle zu machen. Es wird dabei geprüft, ob notwendig, zweckmäßig oder wirtschaftlich sinnvoll. Besonders bei der digitalen Einreichung gibt es im Programm wenig Spielraum in der Entscheidung. Jeder Beamte muss eine bestimmte Anzahl von Anträgen täglich schaffen. Deshalb gab Arthur Schriml den Rat nicht zu viele Posten und Rechnungen zusammenzulassen, dann ist die Chance zeitnah bearbeitet zu werden größer. Bei etwaigen Unstimmigkeiten und Problemen steht gerne die Rechtsabteilung des BLLV beratend zur Seite. Im Anschluss beantwortete der Referent noch zahlreiche persönliche Fragen. Die Kreisverbandsvorsitzende Ortrud Sperl bedankte sich für die vielen Informationen und die Beantwortung der einzelnen Fragen mit einem halben Meter Süßigkeiten.


Weihnachtsfeier BLLV Kreisverband Eschenbach

Pressath/Eschenbach. Ehrungen langjähriger und verdienter Mitglieder standen im Mittelpunkt der Weihnachtsfeier im Bayerischen Lehrerinnen und Lehrerverband (BLLV) im Gasthof Weyh. Kreisvorsitzender Uwe Prösl und der stellvertretende Bezirksvorsitzende Manuel Sennert überreichten Urkunden und Präsente an acht Mitglieder. Leider waren davon fünf verhindert. 25 Jahre: Kerstin Schröder, Silke Nußstein und Elisabeth Junkawitsch. 45 Jahre: Hans Schreglmann, Dieter Kraus und Rudi Lang. 50 Jahre: Heinz Achenbach und Siegfried Rupprecht. Letztgenannter habe, so Prösl, als jahrzehntelanger Kreisvorsitzender den Verband maßgeblich geprägt. Rupprecht sei immer noch ein Aktivposten und unterstütze mit seiner Erfahrung die Arbeit. "Wer so viel Energie in die Verbandstätigkeit steckt, muss schon mit ganzem Herzen bei der Sache sein", lobte Prösl den Jubilar. Rupprecht sei ein Vorbild für jedes Mitglied in puncto Engagement und Zuverlässigkeit. In seinen weiteren Ausführungen blickte Vorsitzender Prösl auf die Aktivitäten im abgelaufenen Jahr zurück, besonders auf die Neuwahlen im Kreis und Bezirk. Den zahlreich anwesenden Mitgliedern dankte er für die Mitarbeit und Unterstützung. Für einen heiteren Beitrag sorgte Centa Hutzler mit einer originellen Weihnachtsgeschichte. Stellvertretender Bezirksvorsitzender Manuel Sennert skizzierte in seinem Grußwort die derzeitige Situation im Bereich Schule und Bildung. Der Lehrer werde immer mehr zum Erzieher, Psychologen, Sozialarbeiter, Manager, Therapeut sowie Vater- oder Mutterersatz.Die Kinder würden ständig Aufmerksamkeit fordern und bräuchten intensive Betreuung und individuelle Unterstützung. Lehrer leisten für die Gesellschaft einen unschätzbaren Beitrag. Sie entscheiden Lebenswege von Kindern und Jugendlichen mit, geben Orientierung, prägen, helfen und erziehen, so Sennert. Der Redner wünschte sich, dass diese Arbeit in der Öffentlichkeit noch stärker geschätzt und anerkannt wird. Er versprach, dass der BLLV auch weiterhin für verbesserte Arbeitsbedingungen der Kollegen eintreten werde. Den Mitgliedern dankte Sennert für die Mitarbeit und bat weiterhin um Treue zum Verband.

Anton Waldmann